Ernährungstipps
Hier finden Sie Tipps von unseren Diätologinnen zum Thema Ernährung.Radieschen
Das Radieschen (Raphanus sativus) ist eine Nutzpflanze, die der Kreuzblütengewächse angehört. Der deutsche Name leitet sich vom lateinischen Wort „radix“ = Wurzel ab. Die Herkunft des Radieschens ist hingegen unklar, jedoch verbreitete es sich zuerst langsam im französischen Raum und dann erst im restlichen europäischen Raum.
Die bis zu 3 Zentimeter dicke Speicherknolle ist außen rot bis weinrot gefärbt. Neben dieser bekannten Einfärbung und Form gibt es das knackige Gemüse auch in vielen anderen Variationen - von weiß bis violett und von klein und rund bis lang und karottenförmig. Das Fleisch des Radieschens bleibt jedoch im Inneren stets weiß.
Die Popularität des Radieschens verdankt es seinem ätherischen Öl, dem Allylsenföl. Radieschen, die unter freiem Himmel gewachsen sind, enthalten meist auch mehr ätherische Öle unter der Schale und schmecken schärfer als jene, die im Glashaus großgezogen wurden.
Durch das scharfe Aroma macht das Radieschen Appetit, hilft bei der Verdauung mit und ist mit 14 kcal pro 100 g ein Genuss ohne Reue. Zusätzlich ist das Radieschen eine Quelle für Vitamin C, Kalium und Folsäure. Weiters putzt das Radieschen die Atemwege frei und wird oft als heilendes Lebensmittel bei Asthma oder Bronchitis eingesetzt.
Grundsätzlich sollten Radieschen möglichst frisch gegessen werden. Durch die Aufbewahrung im Kühlschrank, wenn das Laub vollständig entfernt wird und sie in einer Schale Wasser oder in ein feuchtes Tuch eingeschlagen werden, kann man Radieschen mehrere Tage frisch halten.
In Scheiben oder Streifen geschnitten werden die Knollen roh gegessen. Sie können Salaten beigemengt werden oder dienen als Brotbelag. Lediglich die Wurzeln müssen entfernt werden, die Schale kurz gewaschen und schon kann das Radieschen genossen werden.
Was meist unbekannt ist, dass auch die Blätter sowie die keimenden Samen der Radieschen ohne weiteres verarbeitet werden können. Während man die grünen Blätter ähnlich dem Blattspinat zubereitet, so schmecken die Keimlinge als Kresse-Ersatz in Salaten oder auf dem Butterbrot besonders gut.
Gartenkresse
Die Gartenkresse (Lepidium sativum) ist eine Kulturpflanze aus der Familie der Kreuzblütengewächse (Brassicaceae). Ursprünglich stammt die Gartenkresse vermutlich aus West- oder Zentralasien, dort wächst sie auch heute noch in wilder Form.
Die Gartenkresse ist eine einjährige Pflanze. Auf einer langen dünnen Hauptwurzel wachsen verzweigte Stängel, mit fliedrig geteilten lappigen Blättern und kleinen weißen oder schwach-rötlichen Blüten.
Gartenkresse schmeckt roh verzehrt scharf. Der Geschmack erinnert an Senf und Rettich, was an den enthaltenen Senfölglykosiden liegt. Senfölglycoside sind schwefel- und stickstoffhaltige chemische Verbindungen, die aus Aminosäuren gebildet werden. Diese sekundären Pflanzenstoffe geben Gemüse wie eben Rettich und Senf, Kresse und Kohl den etwas bitteren Geschmack.
Gartenkresse zeichnet sich durch einen hohen Gehalt an Vitamin C, Vitamin A, Eisen, Kalzium und Folsäure aus. Außerdem enthält sie Vitamin B. Leicht zu kultivieren, eignet sich Gartenkresse vor allem im Winter, wenn frisches Obst und Gemüse rar sind, zur Nahrungsergänzung.
Man kann sie in einer Schale auf Küchenpapier anbauen und hat innerhalb kürzester Zeit Anbauerfolge, lange bevor im Frühling das erste Gemüse sprießt.
In den Lebensmittelhandel gelangen vorwiegend die Keimlinge, die etwa eine Woche nach der Aussaat geerntet werden können.
In der Küche findet die Gartenkresse auf vielerlei Art Verwendung. Sehr gut eignet sie sich für Aufstriche, besonders solche auf Frischkäse- oder Topfenbasis, und für Salate. Die Gartenkresse kann aber auch warme Speisen, wie Gemüsesuppen oder Eierspeisen, hervorragend ergänzen. Auch als Dekoration wird die Gartenkresse gerne verwendet.
Sehr beliebt und ein echter Klassiker ist das Butterbrot mit gehackter Gartenkresse.
Hirse – gut für Haut, Haare und Nägel
Hirse ist eine Sammelbezeichnung für eine Reihe von Getreidearten, welche kleinfrüchtige Körner liefern. Botanisch gehört sie zur Familie der Süßgräser (Poaceae).
Hirse zählt zu den ältesten Getreidearten der Welt. In China wurde Rispenhirse bereits 2500 v. Chr. landwirtschaftlich genutzt.
Im Altertum und Mittelalter zählte die Hirse auch in Europa zum meistangebauten Getreide, jedoch wurde sie in der frühen Neuzeit durch die Einfuhr von Erdäpfel und Mais fast völlig verdrängt. So kennen viele Europäer die Hirserispen in erster Linie als Vogelfutter. Schade eigentlich, denn Hirse ist ein sehr wertvolles Getreide. In letzter Zeit jedoch erlebt sie durch gesteigertes Ernährungsbewusstsein vor allem in der Vollwertküche wieder eine Renaissance.
In vielen Gebieten Afrikas und Asiens gehört Hirse seit je her zu den Hauptnahrungsmittel.
Die goldgelben Körner enthalten in erster Linie Kohlenhydrate, aber auch 6 - 20 % Eiweiß - darunter zahlreiche lebenswichtigen Aminosäuren und 1 - 6 % Fett mit großteils ungesättigten Fettsäuren.
Zudem liefert sie viele Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente. Hirse genießt aufgrund des hohen Gehaltes an Kieselsäure, welche Haut, Haare und Nägel stärkt, den Ruf als „Schönmacherin“. Auch ist der hohe Eisengehalt erwähnenswert und somit ist Hirse in der vegetarischen Kost sehr wertvoll. Damit das Eisen ausreichend vom Körper aufgenommen werden kann, sollte man Hirsegerichten Vitamin C zugeben, z.B. in Form von einem Spritzer Zitronensaft.
Übrigens ist Hirse glutenfrei und kann deshalb problemlos bei Glutenunverträglichkeit (Zöliakie) eingesetzt werden. Gleiches gilt auch für Teff, einer Kulturhirse aus Äthiopien, welche ebenso im heimischen Handel erhältlich ist.
Hirse wird in Form von ganzen Körnern, als Flocken, Grieß oder Mehl angeboten.
Ob pikant oder süß, der Hirseküche sind keine Grenzen gesetzt. Aufläufe, Laibchen, Knödel, Pizza,… oder einfach pur als Beilage – Hirse bietet in jeder Zubereitungsform eine Gaumenfreude.
Grundsätzlich sollte man Hirse vor der Zubereitung kurz mit Wasser aufkochen, abseihen und noch einmal mit Wasser abschwemmen, damit die Bitterstoffe entfernt werden.
Dann die gewaschene Hirse mit doppelter Menge Wasser, Brühe oder Milch (je nachdem, ob pikant oder süß) langsam aufkochen und auf kleiner Flamme ca. 20 Minuten ausquellen lassen. Danach weiterverarbeiten und genießen.
Haben Sie Lust auf mehr bekommen, dann probieren Sie doch einfach den Hirse-Topfenauflauf aus unserer Rezeptsammlung.
Apfel
Der Apfel hat eine lange Geschichte. Schon im Paradies stand der Apfel für Verführung.
Der Kulturapfel (botanisch Malus domestica) ist eine Kulturobstart aus der Gruppe des Kernobstes. Er gilt als eine Zuchtform, die durch Kreuzung des auch heute noch wild vorkommenden Holzapfels (Malus sylvestris) mit anderen Apfelarten (Malus praecox, Malus dasyphylia) entstanden ist. Äpfel, die man am Markt oder im Geschäft kaufen kann, sind Kulturäpfel. Sie werden von Obstbauern produziert.
Pro Jahr und Kopf werden in Österreich 25 kg Äpfel verspeist. Bei kaum einer Obstsorte ist die Vielfalt so groß wie bei den Äpfeln. Etwa 20 verschiedene Apfelsorten sind am österreichischen Markt erhältlich. Zu den gängigsten zählen Golden Delicious, Idared, Jonagold, Gala, Elstar, Gloster oder Braeburn. Bei dieser großen Auswahl finden Sie sicher ihren persönlichen Lieblingsapfel.
Die unterschiedlichen Apfelsorten schmecken nicht nur gut, sondern wirken sich auch positiv auf die Gesundheit aus. Davon lässt sich auch der so treffende Spruch: „An apple a day keeps the doctor away“ ableiten. Äpfel sind reich an Vitaminen, Ballaststoffen, Mineralstoffen, Spurenelementen, Enzymen und sekundären Pflanzenstoffen. Eine Gruppe der sekundären Pflanzenstoffe, die besonders hervorzuheben ist, ist die Gruppe der Polyphenole. Diese Substanzen schützen unter anderem vor Krebs und Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Polyphenole helfen „freie Radikale“, die Krebs und Herz-Kreislauf-Erkrankungen verursachen, zu neutralisieren.
Äpfel regen den Stoffwechsel an, wirken cholesterinsenkend und helfen die Verdauung zu regulieren. Darüber hinaus sind sie wahre „Wunderwuzzis“ in Sachen Energieanteil und Nährstoffdichte: Ein mittelgroßer Apfel hat nur 50 kcal und versorgt den Körperkreislauf prompt mit rascher Energie für Gehirn und Muskulatur. Ein idealer Begleiter als leicht ver-
dauliche Zwischenmahlzeit.
Äpfel lassen sich des weiteren sehr gut einlagern und helfen somit auch in der kalten Jahreszeit den Bedarf an Vitaminen zu decken. Äpfel am besten an einem kühlen, aber frostfreien, luftigen Ort, lagern.
Äpfel können für Aufstriche, Kuchen, Kompotte, Gelees, Salat, usw. verwendet werden. Eine Verwendungsmöglichkeit möchten wir ihnen, passend zur Jahreszeit, anhand von unserem Rezept vorstellen: Der Bratapfel.
Karfiol
Die Ursprünge des Karfiol sind zwar in Kleinasien oder Nahen Osten zu finden, jedoch wird er zumindest seit mehr als 500 Jahren auch im nördlichen Europa angebaut und ist mittlerweile weltweit kultiviert.
Das Gemüse ist ganzjährig erhältlich. Ende Mai bis Ende Oktober wird Karfiol aus heimischem Freilandanbau angeboten.
Die meisten bei uns angebotenen Sorten haben einen weißlichen bis sehr leicht gelblichen Blütenkopf, der durch seine äußeren und großen Hüllblätter vor Sonnenlicht geschützt wird und deshalb seine Farbe behält.
In Italien und Frankreich sind farbige, meist violette oder grüne Zuchtformen wie der Romanesco bekannt. Auch bei uns wird Romanesco in den letzten Jahren immer beliebter.
Karfiol ist aufgrund seines niedrigen Energie- und hohen Wassergehaltes ein idealer Schlankmacher. Durch den hohen Ballaststoffgehalt ist er ein hervorragender Sattmacher zugleich. Ebenso ist er reich an Vitamin C und steckt voller Mineralstoffe.
Weißer Karfiol zeichnet sich durch ein dezentes, typisches Kohlaroma aus. Farbiger Karfiol schmeckt intensiver. Karfiol kann roh oder gegart verzehrt werden und ist daher sehr vielseitig verwendbar: zB in Rohkostsalaten, in Gemüsesuppen oder püriert als Karfiol-Cremesuppe, gratiniert als Hauptspeise oder man reicht ihn gedünstet als Beilage.
Eine weitere Variante ist unser Rezept des Monats.
Der Schnittlauch
Aus einem Büschel kleiner Zwiebeln wachsen die rund 15 cm hohen und röhrenartigen grünen Stängel mit dem angenehmen Duft und leicht scharfen Geschmack.
Sobald er in Weiß- und Lilatönen zu blühen beginnt, ist der Geschmack des Schnittlauchs allerdings weitgehend verloren gegangen. Der häufig auch wild wachsende Schnittlauch wird am besten direkt über dem Boden abgeschnitten, damit er auch im nächsten Jahr wieder wachsen kann.
Nach Petersilie ist der Schnittlauch in unseren Breiten das beliebteste und meistgebrauchte Gewürzkraut.
Geschmacklich erinnert Schnittlauch an eine Mischung aus Zwiebel und Knoblauch, schmeckt allerdings wesentlich milder und feiner. Wer einen dezenteren Geschmack bevorzugt, sollte zu den feinen Röhrchen greifen, wer ein kräftiges Aroma schätzt kann die dicken und kräftigen Röhrchen verwenden.
Schnittlauch enthält beachtliche Mengen der Vitamine A und C, an Mineralstoffen sowie als flüchtige Bestandteile Spuren von schwefelhältigen ätherischen Ölen. Er wirkt verdauungsanregend, soll Blähungen lindern und außerdem harntreibend wirken.
Am besten schmeckt er, wenn er frisch und knackig ist und noch keine angetrockneten oder gelben Stellen hat. Er sollte frisch geschnitten und erst kurz vor dem Servieren der Speise hinzugefügt werden. Es ist auch darauf zu achten, dass man beim Schneiden nicht drückt, sonst kann er bitter werden. Im Kühlschrank hält sich Schnittlauch einige Tage, aber geschnitten eignet er sich auch ganz ausgezeichnet zum Einfrieren.
Wild – „ein herbstlicher Genuss“
In unserer Zeit findet Wild wieder mehr an Bedeutung. Die weitgehend stressfreie Lebensweise unseres Wildes ist für seine einzigartige Qualität ausschlaggebend. Wildfleisch hat einen geringen Fettanteil und ist zarter als das Fleisch der landwirtschaftlichen Nutztiere. Der Grund dafür liegt darin, dass der Bindegewebsanteil geringer und die Muskulatur dünnfaseriger ist.
Besonders erwähnenswert sind die Inhaltsstoffe wie Vitamine der B-Gruppe, Spurenelemente wie Eisen, Zink und Selen. Das Eiweiß ist leicht verdaulich und weist eine hohe biologische Wertigkeit auf. Das heißt, dass es leicht in körpereigenes Eiweiß umgebaut werden kann.
Fleisch von frei lebenden Wildtieren gilt als qualitativ und geschmacklich hochwertiger als das von Gatterwild. Dies liegt daran, dass sich Wildtiere viel mehr bewegen und von Blättern, Gräsern, Kräutern, Blumen und Früchten ernähren. Das ist auch der Grund, warum das Fett von Wildfleisch einen höheren Gehalt an Omega-3-Fettsäuren aufweist.
Bei der Zubereitung können alle gängigen Arten gewählt werden. Fleisch von älteren Tieren legt man am besten in eine Wildbeize ein. Geeignet sind Essig-, Wein-, Buttermilch- oder Zitronenbeizen. Folgende Gewürze harmonieren ideal mit dem Geschmack des Wildfleisches: Pfeffer, Lorbeerblätter, Thymian, Nelken, Piment, Rosmarin, Wacholderbeeren und Koriander.
Zu Wildgerichten eignen sich Beilagen wie Rotkraut, Sellerie-Erdäpfelpüree, Steinpilze, Eierschwammerl, Bohnen, Semmel- und Erdäpfelknödel, Kroketten, Spätzle, Polenta, Apfelmus, Preiselbeeren und Johannisbeergelee.
Topinambur – wieder entdeckte Delikatesse
Die kräftig-gelb blühende Pflanze stammt aus der botanischen Familie der Korbblütler und zählt zur selben Gattung wie die Sonnenblume. Der kleine Unterschied zur Sonnenblumenfamilie ist die birnen- oder apfelförmige Knolle.
Anfänglich war die Topinambur den Adelsschichten vorbehalten, doch bald fand sich das Knollengemüse auf den Tellern der Armen und als Futtermittel für das Vieh wieder.
Im 18. Jahrhundert konnte sich die Topinamburknolle gegenüber der sich stark verbreitenden Kartoffel nicht mehr durchsetzen und verschwand vom Speiseplan. Nur in Zeiten von Hungersnöten und schlecht ausgefallenen Kartoffelernten bot sie einen dankbaren Nahrungsersatz.
Heute wird sie in fast allen Kontinenten angebaut, jedoch liegen die Hauptanbaugebiete der süßlich schmeckenden Knolle in Nordamerika, Russland, Australien und Asien.
In der Topinamburknolle steckt viel mehr als man glaubt. Nicht nur ihr hoher Gehalt an Eisen, Kalium, Phosphor und Kalzium sondern auch ihr Reichtum an Vitaminen machen die Topinambur zu einer Gesundheitsbombe. Da sich die Knolle mit nur 30 kcal pro 100 g zu Buche schlägt und somit um die Hälfte weniger Kalorien als die gleiche Menge Kartoffeln hat, eignet sie sich als ideale Beilage zum Abspecken.
Der wichtigste wertgebende Inhaltsstoff ist jedoch das Inulin, ein hochwertiges Kohlenhydrat. Inulin hält lange satt und erklärt somit die appetithemmende Eigenschaft der Indianderknolle.
Die Ernte der Knollen beginnt im Oktober und endet im Mai. Die Topinambur ist winterfest und verträgt Temperaturen bis zu -15°C. Eingegraben im Sand hält sie sich bis zu 2 Monate, im Kühlschrank (am besten in ein feuchtes Tuch eingewickelt) maximal 5 Tage.
Beim Kauf der "Power"-Knolle sollte man auf die Schale achten, je heller sie ist, desto feiner ist ihr Geschmack.
Die Topinamburknolle kann roh oder gekocht verzehrt werden. Die zarte Haut braucht man nicht zu schälen, es genügt die Knolle sorgfältig unter fließendem Wasser abzuspülen.
Sauerkraut essen – und wir kommen fit durch den Winter
Wie wird Sauerkraut hergestellt?
Frisches Weißkraut von den äußeren Blättern und vom Strunk befreien und hobeln.
Mit Salz vermengt wird es in einem dafür geeigneten Gefäß eingestampft. Zusätzlich kann man noch Wachholderbeeren und Pfefferkörner einmengen. Durch das Stampfen tritt Zellsaft aus. Diese Flüssigkeit bedeckt während der Gärung, die circa vier bis sechs Wochen dauert, das Kraut. Wichtig ist, dass keine Luft zutritt, darum wird das Kraut immer mit Gewichten gepresst.
Sauerkraut wurde früher in Steinguttöpfen oder Holzfässern zubereitet. Heute gibt es dafür luftdicht verschließbare Gärsilos.
Sauerkraut ist reich an Milchsäure, Vitamin A, B, C und Mineralstoffen. Es ist kalorienarm und wirkt durch den Ballaststoffanteil sättigend. Es stärk das Immunsystem und ist anti-kanzerogen. Außerdem stellt Sauerkraut insbesondere für Veganer eine bedeutende Vitamin B12-Quelle dar. Es sorgt auch bei Verstopfung für schnelle Abhilfe. Dazu weicht man fünf Dörrpflaumen über Nacht in etwas lauwarmem Wasser ein, schneidet diese am nächsten Morgen klein und vermischt sie mit drei Esslöffeln klein geschnittenem Sauerkraut. Auf nüchternem Magen genossen wirkt dies Wunder. Die Milchsäurebakterien, die beim Gärungsprozess entstehen, sind ein „natürliches Probiotikum“.
Beim Einkauf sollte man darauf achten, frisches Kraut dem verpackten vorzuziehen, da dieses reicher an Vitamin C ist. Kocht man Sauerkraut als Beilage ist es ratsam, dem fertig gekochten Kraut vor dem Anrichten ein frisches Sauerkraut beizugeben.
Sauerkraut kann sehr vielseitig genossen werden – warm als Beilage, als Rohkost und Salat, in Strudeln und Tascherl verpackt oder – wie in unserem Rezept des Monats – als Auflauf. Viel Spaß beim Nachkochen und vor allem beim Essen!
Die Karotte
Die heutige uns bekannte orangefarbene, zarte Möhre ist eine gezüchtete Form der Wilden Möhre, die als Wildform in Asien und Südeuropa wächst. Die moderne orangene Karotte hat mit der Wildform nur noch wenige Gemeinsamkeiten.
Die Möhre, Karotte, Wurzel oder Gelbe Rübe wie sie auch genannt wird, gehört zu den wichtigsten Gemüsepflanzen und wird heute weltweit angebaut. Die Jahresernte liegt bei etwa 13 Millionen Tonnen.
Die Wurzeln sind je nach Sorte kugelig, länglich-kegelig oder walzenförmig mit einem holzartigen Kern und haben eine meist orange Farbe.
Die Blätter werden in der Küche nur selten verwendet.
Die Karotte ist das ganze Jahr über im Handel erhältlich, die eigentliche Saison ist allerdings von Juni bis Oktober.
Karotten von guter Qualität sind gleichmäßig gefärbt und dürfen sich nicht biegen lassen, sondern müssen brechen. Eine fast kugelförmige Sorte wird „Pariser Karotte“ genannt und vorwiegend zu Konserven verarbeitet. Sie sind frisch nicht lagerfähig.
Karotten sind reich an Ballaststoffen, Mineralstoffen (besonders Selen) und fettlöslichem ß-Carotin, der Vorstufe von Retinol (Vitamin A). Sie enthalten bis zu sechs Prozent Zucker.
Aus der Karotte kann man so ziemlich alles herstellen: Kuchen, Brot, ….
Karotten werden als Rohkost (Salat) oder als gekochtes oder geschmortes Gemüse gereicht. Weiter werden sie zu Eintöpfen und Suppen verarbeitet und sind Bestandteil von Suppengrün. Um die Verfügbarkeit der fettlöslichen Inhaltsstoffe zu erhöhen, sollten sie als Rohkost zerkleinert und generell mit etwas Fett zubereitet werden. Insbesondere als Konserve werden Karotten häufig mit grünen Markerbsen kombiniert.
Wirkungen von Vitamin A:
Hat man einen Mangel an Vitamin A, wird die Haut rissig und trocknet aus, da die Talgdrüsen verhornen und die Hautzellen regenerieren sich langsamer;
Vitamin A begünstigt die Sehschärfe und das Dämmerungssehen (Vorbeugung von Nachtblindheit);
Karotten wirken positiv auf die Harnsäureausscheidung (aufgrund des hohen K-Gehaltes);
Karottenbrei wirkt stopfend bei Durchfall;
Antioxidative Wirkung aufgrund des hohen Gehaltes an ß-Carotin und ähnlichen Verbindungen (Lycopin, Lutein, etc.) = Schutz vor Arteriosklerose und Krebs;
Die gekochte Karotte ist leichter verdaulich, da die harten Cellulosewände aufgebrochen werden und für Verdauungsenzyme besser zugänglich sind.
Ihre Beliebtheit beruht auf dem süßlichen, milden Geschmack und den wertvollen Inhaltstoffen. Möhren werden von der Nahrungsmittelindustrie zu Nass-, Gefrierkonserven, Trockenprodukten und Säften verarbeitet. Für die Pharmaindustrie sind sie wegen der medizinisch wirksamen Inhaltstoffe Grundlage verschiedener Präparate.
Tipp gegen Durchfall: Moro`sche Karottensuppe:
Karotten in Wasser kochen und 1 TL Salz dazu
So wirkt es: Spezielle Kohlenhydrate, Oligogalacturonsäuren, entstehen erst beim Kochen oder Reiben. Diese können sich anstelle der Bakterien an die Rezeptoren der Darmwand setzen, an die normalerweise Krankheitserreger andocken. Können die Bakterien sich nicht an die Darmschleimhaut anheften, bilden sie keine Giftstoffe, werden ausgeschieden und der Durchfall wird besser.
Fenchel – das Gemüse mit Aroma
Unter seinen Verwandten finden sich beispielsweise die Karotte, die Petersilie, die Pastinake und der Anis.
Das gelb blühende Gewächs braucht nicht viel Licht und gedeiht in mildem Klima.
Seine Hauptanbaugebiete liegen in Nordafrika, Süditalien, Südfrankreich, Griechenland und Spanien.
Die Hauptsaison der grünen Knolle ist September bis Mai, wobei Fenchel fast ganzjährig erhältlich ist. In geringen Mengen wird er sogar im Weinviertel angebaut.
Obwohl man von der Fenchelknolle spricht, zählt er zum Stielgemüse und kann sehr vielseitig verwendet werden. Die nach Anis schmeckenden Samen werden gerne als Gewürz für Brot und Backwaren verwendet. Ebenso bilden die Samenkörner die Basis für Fencheltee, welcher schon Früher ein altbewährtes Mittel gegen Bauchschmerzen und Blähungen war.
Das Fenchelöl wird zur Aromatisierung von Likören, Hustenmittel und Fenchelbonbons eingesetzt.
Das Fenchelgrün, ähnlich aussehend wie die Dille, eignet sich optimal zum Würzen, daher sollte es nicht weggeworfen werden.
Die Knolle selbst kann als Rohkost, Salat, Gemüsebeilage oder gefüllt und überbacken verzehrt werden. Ebenfalls lässt sich die grüne Knolle mit Pikantem als auch mit Süßem kombinieren.
Die Fenchelknolle liefert bei geringem Kaloriengehalt viele Vitamine und Mineralstoffe. Sie enthält doppelt so viel Vitamin C als Zitrusfrüchte, Vitamin K, Eisen, Kalium, Magnesium, Folsäure und sehr viel des Radikalfängers ß-Carotin.
Nicht zu vergessen sind die gesundheitsfördernden ätherischen Öle und die ordentliche Portion Kalzium, welche einen positiven Beitrag zum Knochenaufbau leistet.
Schon seit der Antike wird Fenchel in Mittelmeergebieten als Gewürz- und Heilpflanze geschätzt.
Im Mittelalter kaute man Fenchelkraut, um Magengeräusche während der Predigt in der Kirche zu unterdrücken. In der Volksheilkunde findet Fencheltee oftmals Verwendung bei Bauchkrämpfen, Menstruationsbeschwerden, Hustenanfällen und zur Förderung des Milchflusses bei stillenden Müttern.
Beim Kauf sollte darauf geachtet werden, dass das Fenchelkraut frisch und leuchtend grün aussieht. Die grüne Knolle hält sich im Gemüsefach ein bis zwei Wochen, in dünne Scheiben geschnitten kann sie auch eingefroren werden.
Fenchel braucht, aufgrund seines Eigengeschmackes, nur wenig gewürzt werden.
Wenn sie Appetit auf das grüne Power-Gemüse bekommen haben, versuchen sie unser köstliches Septemberrezept.
Die Ribisel – eine Beere mit Namenstag
Ribiseln sind richtige Vitaminbomben aus dem eigenen Garten. Sie weisen einen sehr hohen Vitamin C-Gehalt auf und sind auch bei Mineralstoffen wie Kalium, Kalzium und Eisen nicht zu verachten. Obendrein sind der Gehalt an Fruchtsäure und die wertvollen Ballaststoffe hervorzuheben, die die Verdauungsorgane anregen und einer Verstopfung vorbeugen.
Nach der Fruchtfarbe unterscheidet man rote, weiße und schwarze Ribisel, wobei sich rote und weiße Sorten zum frischen Verzehr am besten eignen. Die schwarzen Ribisel werden meist zu Säften oder Marmeladen verarbeitet.
Wie fast alle Beeren sind auch Ribiseln eher empfindlich, wenn es um Lagerung und Haltbarkeit geht. Frische Beeren kann man am Besten mit Hilfe einer Gabel von den Stielen herunterziehen. Länger bleiben sie frisch, wenn sie locker aufgelegt und erst kurz vor der Verwendung von den Stielen befreit werden. Will man nicht alle Beeren frisch verzehren oder sofort verarbeiten, friert man sie am besten ein. Bei der neuerlichen Verwendung sollten sie dann aber nicht mehr ganz aufgetaut werden, so bleibt ihr säuerliches Aroma besser erhalten.
Ribisel verarbeitet man zu Kuchen, Marmeladen, Gelees, Säften, Sorbets und vielem mehr.
Lauch - Stangen mit Pepp
Je nach Anbauzeit unterscheidet man zwischen Sommer-, Herbst- und Winterlauch, wobei der Sommerlauch die aromatischere Sorte ist. Der Schaft ist weiß, gerade und fast geschlossen. Die weiße bis grünlich-weiße Färbung dieses Schaftes entsteht durch Bleichen. Dazu werden die Pflanzen während des Wachstums nach und nach mit Erde bedeckt. Sommersorten sind länger und dünner, die Blätter sind nicht so dunkelgrün wie die der Herbst- und Wintersorten.
Die Länge, Dicke und Farbe des Lauchs ist von der jeweiligen Sorte und Anbauzeit abhängig. Dies sind keine Qualitätskriterien. Der Schaft soll jedoch weiß und gerade sein und keine zwiebelartige Verdickung aufweisen. Die Blätter sollen kräftig grün, die Blattspitzen frisch und knackig sein. Greifen sie beim Einkauf zu den fest geschlossenen Stangen. Lauch mit gelbbraun gefleckten oder welken Blättern sollte nicht mehr gekauft werden.
Lauch besticht durch seine pikant herbe, zwiebelähnliche Würze. Er ist jedoch wesentlich milder als die Zwiebel. Frühjahrs- und Sommersorten schmecken feiner und zarter im Vergleich zu den kräftigeren Herbst- und Wintersorten.
Der charakteristische Geruch des Lauchs wird durch schwefelhältige, ätherische Öle (Allyl-Senföle) verursacht. Allicin wirkt antibakteriell und hilft schädliche Bakterien und Pilze im Verdauungstrakt auszuschalten. Lauch enthält auch noch beträchtliche Anteile an Kalium, Kalzium, Eisen und Ballaststoffen, was diesem Gemüse einen hohen ernährungsphysiologischen und gesundheitlichen Wert verleiht.
Lauch kann roh in Salaten oder gegart als Gemüse zubereitet werden. In Suppen ist Lauch ein wesentlicher Bestandteil des Suppengrüns - probieren sie als Alternative unser Juli-Rezept.
Spargel – der Frühlingsgenuss ist da
Wer in den Genuss von frischem Spargel kommen möchte, sollte sich beeilen, denn seine Saison dauert nur wenige Wochen.
Spargel ist ein uraltes Edelgemüse, das ursprünglich in Vorder- und Mittelasien beheimatet war. Er galt im 16. Jahrhundert als sehr teure Delikatesse, vermutlich weil der Nährwert gering und der Anbau sehr aufwendig ist.
Die Spargelstangen werden in Handarbeit einzeln geerntet. Nach dem „Stechen“ wird das Erdloch wieder zugedeckt und die Oberfläche geglättet. Spargel wird mittels Spargelsortiermaschine nach Qualitäten getrennt und an Großhändler weitergeben oder direkt verkauft.
Man unterscheidet zwischen Bleich- und Grünspargelsorten. Der Verbraucher orientiert sich aber weniger an Sorten, sondern an der Farbeinteilung weiß, grün und violett. Weiß ist der Spargel, solange er unter der Erde bleibt. Wenn die Köpfe aus der Erde sprießen, verfärben sie sich zunächst weiß-violett und später grün. Grünspargelsorten bilden dagegen hell- bis mittelgrüne Köpfe und Stangen und schmecken kräftiger und würziger. Neuere Züchtungen zeigen aber auch rosa, violette und bläuliche Farbtöne.
Qualitativ hochwertigen Spargel erkennt man an geschlossenen Köpfen, gleichmäßigem Wuchs und einem quietschenden Geräusch, das frische Spargelstangen beim Aneinanderreiben erzeugen.
Spargel sollte möglichst frisch verzehrt werden, hält sich im Kühlschrank jedoch zwei bis drei Tage frisch, wenn man ihn in ein feuchtes Tuch einwickelt. Spargel kann auch eingefroren werden. Dabei sollte man ihn vorher waschen, schälen und die holzigen Enden abschneiden. Für die Zubereitung den Spargel nicht mehr auftauen, sondern gefroren ins Kochwasser geben.
Um zu vermeiden, dass Spargel holzig schmeckt, sollte man vor allem den weißen und weiß-violetten Spargel stets gut schälen und die Stangenenden großzügig abschneiden.
Am besten schmeckt Spargel, wenn man bereits zum Kochwasser die richtigen Zutaten gibt. Dazu gehört nicht nur die bekannte Prise Zucker und etwas Salz, sondern auch Zitronensaft und eine Prise Muskat. Zu lange gekochter Spargel wird wässrig und geschmacklos.
Spargel ist gut für die schlanke Linie – gekocht enthält er nur ganze 13 kcal/100 g. Er ist reich an Asparaginsäure, die die Nierentätigkeit anregt und entwässernd wirkt. Spargel fördert aufgrund des Ballaststoffanteils die Verdauung und ist auch reich an Vitamin C.
Spargel findet sowohl in der kalten, als auch warmen Küche Verwendung. Als Variante probieren Sie unser Rezept des Monats Juni!
Die Erdbeere – Königin des Gartens
Bei uns zählen die süßen Beeren seit der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts zu den beliebtesten Früchten des Gartens.
Je nach Sorte sind Erdbeeren unterschiedlich in Geschmack, Form und Farbe. Die Formen reichen von spitzkegelförmig bis stumpfkegelförmig, oval, rundlich, keil-, herz, ei- und nierenförmig. Die Fruchtfarbe reicht von blass-hellrot bis hin zum leuchtenden dunkelrot.
Heute gibt es mehr als 1000 Zuchtsorten der Erdbeere, die praktisch auf der ganzen Welt angebaut werden. Wegen der großen Sortenvielfalt und den raschen Sortenwechsel werden Erdbeeren nur selten nach Sorten gehandelt.
Erdbeeren bestehen zu ungefähr 90% aus Wasser und sind mit ihren 32 kcal/ 100g wahre Figurschmeichler. Darüber hinaus ist die Erdbeere ein bedeutender Lieferant für wichtige gesundheitsfördernde Stoffe. So ist die rote Frucht eine besonders gute Quelle für Vitamin C und Kalium. In Bezug auf ihren Folsäuregehalt hält die Erdbeere den Rekord unter den Früchten. Vor allem in den Samen, den gelblichen Körnchen auf der Frucht, sind Mineralstoffe in großen Mengen enthalten. Mit zunehmender Reife der Frucht steigt auch der Vitamingehalt.
Erdbeeren gehören zu den empfindlichsten Früchten. Schon nach wenigen Stunden büßen sie Aroma ein und sollten deshalb möglichst frisch verzehrt oder verarbeitet werden.
Um Erdbeeren bei der Zubereitung vor Beschädigungen zu schützen, sollten sie vorsichtig im stehenden Wasser gewaschen werden. Erst danach werden die Kelche entfernt, damit das Aroma nicht verloren geht.
Erdbeeren eignen sich besonders zum rohen Verzehr, sie können aber auch sehr vielseitig in Cremen, Soufflés in oder auf Kuchen verwendet werden. Als schmackhafte Variante probieren sie unser Rezept!
Fisch
Fisch ist ein ernährungsphysiologisch äußerst wertvolles Lebensmittel. Er hat einen geringen Bindegewebsgehalt und ist von weicher Konsistenz. Das Fischeiweiß ist besonders leicht verdaulich. Das gut verträgliche Fischfett liefert lebenswichtige Fettsäuren. Vor allem in fettreichen Kaltwasserfischen, wie zum Beispiel Hering, Lachs, Makrele, sind die hochwertigen Omega-3-Fettsäuren enthalten. Fisch hat dadurch einen günstigen Einfluss auf das Herz-Kreislauf-System. Weiters wirken die Omega-3-Fettsäuren entzündungshemmend. Auffällig ist auch ein hoher Gehalt an Vitaminen (A, D, B2, B6, B12) sowie an Mineralstoffen.
In Jodmangelregionen, wie bei uns in Österreich, trägt der hohe Jodgehalt von Meeres- bzw. Seefischen wesentlich zur Deckung des Jodbedarfs bei.
Fisch kann nach seinem Lebensraum in Meeres-/Seefisch und Süßwasserfisch oder seinem Fettgehalt eingeteilt werden in:
-  Magerfische (Zander, Seelachs, Kabeljau,…)
-  mittelfette Fische (Forelle, Karpfen, Rotbarsch, Brassen,…)
- Â Fettfische (Aal, Hering, Sardine, Lachs, Makrele).
Zubereitet werden Speisefische durch dünsten, braten, backen, grillen oder garen. Aber auch in konservierter Form (geräuchert oder mariniert) sind Fische erhältlich. Einige Arten können, wenn sie ganz frisch sind, roh zu Sushi verarbeitet werden.
Fisch muss sich nicht immer nur warm auf dem Teller wieder finden. Als Fischportion gilt auch eine kalte Jause in Form von Salaten oder Aufstrichen. Der Kreativität sind hierbei keine Grenzen gesetzt.
Kaufen Sie Fisch frisch ein, achten Sie auf folgende Punkte:
-  Die Augen dürfen nicht trüb und eingefallen, sondern sollten prall gefüllt und die Hornhaut durchsichtig sein.
-  Die Kiemen sollten hellrot leuchtend gefärbt sein.
-  Die Hautoberfläche sollte einen kräftigen Glanz und eine wasserklare Schleimschicht aufweisen.
-  Der Fisch muss eine fest-elastische Muskulatur haben und die Schnittfläche muss glatt sein.
-  Frischer Fisch hat kaum Eigengeruch, ein eventueller Geruch nach Seetang ist möglich.
- Â Er muss bei der Temperatur schmelzenden Eises (zirka null Grad) gelagert werden.
Dem Verzehr von Fisch steht also nichts mehr im Weg! Haben Sie Lust eine neue Variante von Fisch aus zu probieren, so versuchen Sie unser Rezept des Monats April.
Der Erdapfel - hat es nicht nötig, sich zu verstecken
Die Erdäpfel gehören zur Familie der Nachtschattengewächse. Lange Zeit führten sie auch ein Schattendasein, denn im 16. Jahrhundert von den Spaniern nach Europa gebracht, wurden sie auf Grund ihrer schönen Blüten nur als Zierpflanzen genutzt.
Erdäpfel sind durch ihre Nährstoffzusammensetzung für eine ausgewogene Ernährung sehr bedeutend. Durch ihre Inhaltsstoffe stellen sie ein äußerst hochwertiges Lebensmittel dar. Diese unscheinbare Knolle enthält Vitamine, Mineralstoffe und wertvolle Proteine mit einem hohen Anteil essenzieller Aminosäuren. Außerdem ist sie energiearm, natriumarm und nahezu fettfrei.
Im Erdapfel finden sich nennenswerte Mengen an Beta-Carotin, Vitamin C, Vitamin B1, Vitamin B2 sowie Niacin. Besonders in den Wintermonaten ist „die Zitrone des Nordens“ eine sehr willkommene Vitamin-C-Quelle.
Er sticht vor allem durch den hohen Kaliumgehalt hervor, welches eine entwässernde Wirkung hat. Aber auch bei Magnesium, Phosphor und Eisen kann der Erdapfel zur Bedarfsdeckung beitragen So vielfältig sie in Form und Farbe sein kann, so abwechslungsreich ist sie auch in der Küche einsetzbar.
Welche Sorte man bevorzugt, hängt vom Geschmack und von der Kocheigenschaft ab.
Mehlige Erdäpfel besitzen den höchsten Stärkegehalt. Sie werden beim Kochen weich und zerfallen sehr leicht. Sie eignen sich daher besonders gut für Püree, Suppen, Eintöpfe, Knödel oder Erdäpfelteig.
Festkochende Erdäpfel hingegen enthalten am wenigsten Stärke und behalten beim Garen ihre feste Struktur. Sie eignen sich für Salate, Braterdäpfel oder Aufläufe.
Die vorwiegend festkochenden Erdäpfel bleiben nach dem Kochen mittelfest mit einer leicht mehligen Struktur und schmecken am besten als Beilage oder in Eintöpfen, Suppen und Aufläufen.
Früherdäpfel oder Heurige sind Erdäpfel aus der ersten Ernte des Jahres, die sich durch einen feinen und milden Geschmack und weichere Konsistenz auszeichnen. Die dünne und empfindliche Schale kann mitgegessen werden. Dieser Genuss ist nur auf die Zeit von Ende Mai bis Mitte Juni beschränkt, da sich diese zarten und empfindlichen Knollen nicht lagern lassen.
Pastinake – die unscheinbare Rübe
Die Wildform der Pastinake gehört zu den ältesten Sammelpflanzen in Europa und Teilen Asiens. Sie zählte bis Mitte des 18. Jahrhunderts zu den wichtigsten Grundnahrungsmitteln, bis sie von Erdäpfeln und Karotten aus den Kochtöpfen verdrängt wurde.
Die Pastinake ist eine Wurzelrübe und sieht aus wie eine große Petersilienwurzel. Jedoch sind die Rüben größer als bei Petersilie und Karotten. Sie werden 30 bis 40 cm lang und 2 bis 8 cm dick. Das Gemüse schmeckt würzig und nussartig wie milde Sellerie und zugleich süßlich wie Karotten. Das Besondere der Pastinake ist, dass sie ihren vollen, süßen Geschmack erst nach dem ersten Frost entfaltet. Die langsam wachsende Pastinake, mit einer Kulturzeit von 200 Tagen, ist ein beliebtes Wintergemüse. Sie wird während der Saison von Oktober bis April auf Märkten und im Handel angeboten.
Pastinaken können im Kühlschrank 2 – 4 Wochen aufbewahrt werden. Da die Pastinake frostsicher ist, ist es wesentlich einfacher, sie im Boden zu lassen und nur bei Bedarf zu ernten.
Die weißgelbe, rettichförmige Wurzel der Pastinake enthält reichlich Kohlenhydrate in Form von Stärke, Zucker und Ballaststoffen. Der hohe Gehalt an ätherischen Ölen bestimmt den typischen Geruch und Geschmack. Sie enthält außerdem Kalium wie kaum ein anderes Gemüse, und auch der Gehalt an übrigen Mineralstoffen (Kalzium, Phosphor, Eisen, Zink, Mangan) und Vitaminen (Folsäure, Vitamin C und E) ist erwähnenswert.
Wegen ihrer Wirkstoffe gilt die Pastinake auch als Heilmittel. Als Tee aufgegossen, lindert sie Magen- und Darmbeschwerden, hilft bei Schlaflosigkeit und Fieber und fördert die Nierentätigkeit.
Aufgrund des hohen Stärkegehaltes wurden Pastinaken früher auch zur Herstellung von Bier und Wein genutzt. Aus dem Pastinakensaft lässt sich ein Sirup kochen, der als Brotaufstrich und Süßungsmittel verwendet werden kann.
Pastinaken können roh gegessen werden, eignen sich aber auch zur Herstellung von Pürees, Suppen, Eintöpfen und Aufläufen (siehe Rezept des Monats Februar). Durch ihren würzigen Geschmack wird die Pastinake auch gerne mit anderen Gemüsesorten oder Erdäpfeln kombiniert.
Die Blätter können zum Würzen von Suppen und Salaten verwendet werden. Kleine Wurzeln sind zarter als große, feste Wurzeln aromatischer als weiche.
Putenfleisch - die gute Pute
Puten wurden bereits von den Azteken im heutigen Mexiko gehalten und vermutlich durch spanische Seefahrer im 16. Jhdt. nach Europa gebracht. Sie sind die größte Tierart unter den Hühnervögeln und bringen es auf bis über 20 Kilogramm. Am beliebtesten bei den Züchtern ist aber die kleine weiße Pute, auch Babyputte genannt, weil sie nur geringe Ansprüche an die Haltung stellt und schnell heranwächst.
Puten werden vor allem wegen ihres Fleisches gehalten. Putenfleisch eignet sich sehr gut für eine gesunde und bedarfsgerechte Ernährung. Es liefert hochwertiges Eiweiß. Außerdem enthält es viel Vitamin B6, B12 (so genannte Nervenvitamine) und viele Mineralstoffe wie Kalium, Magnesium, Eisen und Zink. Putenfleisch ist von Natur aus, aufgrund des niedrigen Fettgehalts, kalorienarm. Ob es ein wenig mehr Kalorien sein dürfen oder nicht, kann jeder selbst entscheiden: Das meiste Fett “versteckt“ sich nämlich unter der Haut und in der Bratensoße.
Von der Brust zur Keule
Im Handel ist sowohl die Pute im Ganzen als auch in Teilstücken erhältlich, die für die verschiedensten Zubereitungsarten geeignet sind. Die Pute im Ganzen gibt es frisch, vakuumverpackt oder tiefgekühlt. Qualitätsware erkennen Sie am neutralen Geruch, an der unverletzten, gleichmäßig hellen Haut und am biegsamen Brustbein. Im Ganzen gefüllt und gebraten ist die Pute ein vorzügliches Festtagsgericht.
Das etwas dunklere, fettreichere Fleisch der Putenoberkeulen ist sehr saftig und intensiv im Geschmack. Im Ganzen eignen sie sich zum Dünsten oder Braten, ausgelöst schmeckt es als Rollbraten, Ragout und auf Spießen. Das Fleisch der Unterkeulen eignet sich am besten unzerteilt zum Schmoren oder würfelig geschnittenen als Gulasch zubereitet, da es stärker mit Sehnen durchzogen ist.
Putenflügel haben wegen ihres höheren Hautanteils mehr Fett. Sie gelingen gegrillt und gebraten. Unter Prinzessfilet versteht man den innen liegenden Teil der Putenbrust. Dieses edle, besonders zarte Stück eignet sich bestens für Fondues und asiatische Spezialitäten. Das kalorienärmste Putenfleisch ist die Brust. Putenbrust ist äußerst vielseitig einsetzbar.
Von Schnitzel, Geschnetzeltem, Rouladen bis hin zu Spießen, Ragouts, Braten oder Steaks ist alles machbar. Appetit auf etwas Neues? Dann probieren Sie doch unser winterliches Rezept aus: „Putenroulade mit Pflaumenfülle“.
Die Zwiebel
Schon bei den Ägyptern und auch in der Klostermedizin hatte die Zwiebel ihren festen Platz. In Europa kennt man sie seit der Bronzezeit.
Je nach Anbau- bzw. Erntezeit unterscheidet man zwischen Sommer- und Winterzwiebel. Ob weiß, gelb oder rot, die Zwiebel besteht zum größten Teil aus Wasser und ist eine gute Quelle für Vitamine und Mineralstoffe. Erwähnenswert ist der Gehalt an Vitamin A, C und E, sowie der Vitamin B- Gruppe. Neben Phosphor, Eisen, Kalium, Magnesium und Flour sind es vor allem die schwefelhältigen Verbindungen, die den typischen Geruch und Geschmack der Zwiebel ausmachen. Diese sind es auch, die uns beim Schneiden der Zwiebel die eine oder andere Träne kosten. Als natürliches „Antibiotikum“ wird sie auf Grund der enthaltenen Flavonoide genutzt, welche entzündungshemmend, antimikrobiell und antikanzerogen wirken und die Abwehrkräfte stärken.
In der Küche ist die Zwiebel sehr vielseitig einsetzbar (siehe Rezept des Monats Dezember). Außer Süßspeisen, kann so gut wie alles damit gewürzt werden. Rohe Zwiebeln können bei empfindlichen Personen Magenbeschwerden oder Sodbrennen hervorrufen. Durch kochen, dünsten oder braten wird Zwiebel bekömmlicher. So sind sie dann weniger scharf und auch für Menschen mit empfindlichem Magen oder Darm empfehlenswert.

